(Rezi) Ich und Earl und das sterbende Mädchen

Was Greg mag: sich in der Schule so unauffällig zu verhalten, dass er nahezu unsichtbar wird. Gelegentlich mit seinem Freund Earl einen Film zu drehen. Seine Ruhe. Was er nicht mag: die Idee seiner Mutter, der todkranken Rachel beizustehen. Womit er nicht gerechnet hat: Rachel selbst, die keinen braucht, der sie bemitleidet, und die ihre ganz eigene Vorstellung von jenen Tagen hat, die ihre letzten sein könnten …
(Quelle: Heyne fliegt - Verlag)

Meine Meinung:
Das Cover ist sehr bunt, schön und passend zum Inhalt. Aber nicht nur das Cover, die Rückseite und der Buchrücken sind schön gestaltet, auch der Inhalt ist schön aufgegliedert - ab und zu mit "Drehbuch-artigen-Szenen". Das bringt Abwechslung ins Lesen.

Greg versucht die Highschool zu überleben. Seine Strategie: In jeder Clique der Schule dabei sein, die hat aber einige Tücken und somit verbringt der Teenager die meiste Zeit mit seinem Freund Earl. Beide lieben Filme, schauen und drehen sie gerne. Plötzlich wird seine ehemalige Freundin Rachel krank und er weiß das sie bald stirbt. Seine Mutter ermutigt ihn, Rachel zu besuchen und das kranke Mädchen aufzumuntern. Was ihm gut gelingt und so besucht er sie immer wieder. Schließlich beschliest er mit Earl einen Film über Rachel zu drehen.

Wenn man hier eine tragische, romantische Liebesgeschichte erwartet dann wird man sicherlich enttäuscht sein, den von vornherein steht fest das Rachel und Greg nicht verliebt sind und sich auch während des Buches nicht mehr verlieben. Allerdings ist gerade das, das besondere an dem Buch. Es ist komplett anders, sarkastischer, humorvoller und trotzdem berührend.
Greg schreibt dieses Buch und ist ein Teenager im Abschlussjahr der Highschool, filmverrückt und witzig. Sein Humor verfolgt durch die ganze Geschichte und obwohl ich ihn mir visuell nicht so ganz vorstellen konnte, gelang mir das besonders bei seinen Gedanken sehr gut. Man konnte seine Handlungen nachvollziehen und die Autorin hat ihm einen besonderen Charakter zugeschrieben.
Etwas unzugänglicher war dafür Earl, der mich immer wieder überraschte da ich den Protagonisten zwar greifen aber nicht immer BEgreifen konnte. Das gefiel mir sehr gut!
Rachel konnte bei mir Mitgefühl sowie Sympathie abbekommen. Für mich war sie ein typisches Highschoolmädchen das oft kicherte, aber trotzdem war sie ruhig und eine gute Zuhörerin. Wobei Greg besonders letzteres bei ihr schätze. Bis zum Schluss konnte ich nicht so recht erfahren ob Rachel selbstbewusst oder süchtern ist, da sie beiden Seiten gezeigt hat. Das hätte ich mir noch gewünscht, obwohl ein Mensch auch beide Charaktereigenschaften besitzen kann.
Geschrieben wurde die Geschichte im 'John Green'-Stil, wie auch schon auf der Buchrückseite steht. Es geht um ein großes Thema zu dem man viel schreiben kann, doch hier geht man mit Humor und Sarksmus an die Sache heran. Ganz anders als ich es kenne. Unbewusst baut man Beziehungen zu den Charaktern auf und besonders am Schluss konnte ich meine Tränen nicht mehr zurückhalten. Ich würde nicht sagen das es ein Page-Turner ist, aber man kommt sehr schnell voran und wenn man das Buch beiseite legt und wieder aufnimmt ist man innerhalb weniger Sekunden in der Geschichte. Der Autor hält sich im Jugendbuchbereich auf, wobei auch vieles über Filme dabei ist, überrascht hat mich die gute Einsetzung von Stilmittel.
Besonders gut fand ich das man alle Charakter sehr gut kennen lernen durfte und Greg sie kurz vorstellte, so wie sie in seinen Augen wirkten. Dadurch konnte man seine Beziehungen zu den anderen Charaktern viel besser ausmachen, was besonders bei Earl wichtig war.

In diesem Buch sieht man das Krebs einen Menschen zwar verändert, aber kein Philosophie wird und es steht im Vorwort das man aus dem Buch wahrscheinlich keine Lebensweisheit mitnimmt. Das trifft vielleicht auf Rachels aber bestimmt nicht auf Earls oder Gregs Geschichte zu, aus der man einiges mit ins Leben nehmen kann.

Fazit: 
Ich bin ohne große Erwartung an das Buch gegangen aber selbst wenn sie sehr hoch gewesen wären - das Buch hätte sie leicht getoppt. Gerade weil es so Anders ist, als andere Leukämie-Bücher fand ich es gut und kann es euch nur weiterempfehlen. Wer John Green's Bücher mag sollte auch dieses lesen.

5/5 Sterne

Vielen Dank an den Heyne fliegt - Verlag und an Blogg dein Buch für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares! 

Kommentare:

  1. Ich finde, das Buch klingt so unglaublich gut *-* Hab vor Kurzem eine negative Rezension dazu gelesen und bin deshalb nun umso glücklicher darüber, dass dir das Buch gefallen hat :) Werde es auf jeden Fall noch lesen!

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    1. Ja ich hab leider auch einige Negative gefunden aber mir gefiel es einfach nur super gut! Vielleicht kannst du dich ja meiner Meinung bald anschließen (;

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  2. Hey :)
    Ich habe ja vorhin schon bei Twitter geschrieben, dass mich das Buch nicht so umhauen konnte, aber so hat halt jeder einen anderen geschmack, nicht wahr?
    Ich freue mich, dass du dich gut unterhalten gefühlt hast :D

    Liebst, Lotta

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    1. Stimmt (: Ich bin da auch oft ganz verwundert xD
      Schade das dir das Buch nicht zugesagt hat.
      Liebe Grüße, Jasi (:

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  3. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  4. Huhu,
    ich habe die getaggt und würde mich freuen wenn du mitmachst. Ist auch nur ein kleiner Tag. :)
    http://katja-welt-book.blogspot.de/2013/12/tag-lesegewohnheiten.html#more

    Liebe Grüße
    Katja

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    1. Klar gerne (:
      Vielen Dank fürs Taggen ♥

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