(Rezi) Wie Monde so silbern - Marissa Meyer

Inhalt:
Cinder lebt bei ihrer Stiefmutter und ihren zwei Stiefschwestern, arbeitet als Mechanikerin und versucht gegen alle Widerstände, sich nicht unterkriegen zu lassen. Als eines Tages in unauffälliger Kleidung niemand anderes als Prinz Kai an ihrem Marktstand auftaucht, wirft das unzählige Fragen auf: Warum braucht Kai ihre Hilfe? Und was hat es mit dem plötzlichen Besuch der Königin von Luna auf sich, die den Prinzen unbedingt heiraten will? Die Ereignisse überschlagen sich, bis sie während des großen Balls, auf den Cinder sich einschmuggelt, ihren Höhepunkt finden. Und diesmal wird Cinder mehr verlieren als nur ihren Schuh …

Meine Meinung:
Das Cover vom ersten Band der Luna Chroniken gefällt mir sehr gut - einerseits ist es schlicht und auch edel aber durch den schönen Buchrücken ist es im Bücherregal ein besonderer Blickfang. Sollte man die anderen drei Bände auch daneben stellen sieht das sicher sehr schön aus.  
Das schöne Cinderella Märchen im modernen Format, mit böser Stiefmutter und Schwester, schönen Prinzen und in der Mitte der Geschichte die junge Cinder, ein Cyborg.
Die Geschichte spielt nach dem vieren Weltkrieg in Neu-Peking, regiert vom sterbenden Kaiser dessen Thron bald der kaiserliche Prinz Naito einnehmen soll. Durch Zufall trifft er auf das Mädchen Cinder das für ihre Stiefmutter als Mechaniker den Unterhalt verdient, sie verliebt sich in den Prinz ohne ihm aber ihr Geheimnis zu verraten: In ihrer Brust schlägt ein Herz aus Silkion. Cinder ist halb Mensch, halb Maschine, ein Cyborg. Als ihre Stiefschwester von der blauen Pest befallen wird schickt Cinders Stiefmutter sie zu einem Forschungsprogramm das ein Gegenmittel für Pestkranke sucht. Dort passiert etwas erstaunliches: Anscheindend ist Cinder immun gegen die tödlichen Pestviren die das ganze Land bedrohen, vielleicht können sie ein Mittel endecken um Cinders Schwester und den sterbenden Kaiser noch zu retten. Doch die Lage spitzt sich noch mehr zu indem die böse Königin Levana vom Mond Kaito zwingt sie zu heiraten ansonsten würde sie einen furchtbaren Krieg beginnen.
Bereits beim ersten Satz hat es gefunkt, die Autorin hält sich nicht mit einer langen Vorgeschichte auf sondern stürzt den Leser gleich in die Welt von Neu-Peking. Anfangs lernt man Cinder kurz kennen und sofort ist der Funken übergesprungen. Ich war praktisch in der Geschichte gefangen und als ich irgendwann mal erschrocken auf die Uhr geschaut habe, habe ich zwei Stunden gelesen und die Welt um mich herum vollkommen vergessen. Geschickt verspinnt die Autorin eine Handlung mit der anderen und lässt die Geschichte dadurch sehr fließend erscheinen, ihr Schreibstil ist sehr szenenangepasst, womit ich meine dass sie in romantischen Szenen ruhig geschrieben während sie besonders am Ende mich dazu gebracht hat genauso hektisch und nervös zu werden wie Cinder es war. Das hat mich wirklich beeindruckt! Grundsätzlich ist das Buch aber sehr flüssig geschrieben, wobei es sehr angenehm zu lesen ist da die Autorin auf steife Stilmittel verzichtet. Sehr gut fand ich auch dass sie das Buch nicht mit technischen Details verkompliziert hat, sondern genau das richtige Maß erwischt hat.
Cinder ist eine tolle Protagonistin die den Leser durch ihre Natürlichkeit, Freundlichkeit und ihren Humor dazu bringt sie zu mögen, ich konnte mich sehr schnell mit ihr verbinden und konnte den jungen Teenager sehr schnell verstehen und ihre Gefühle nachvollziehen. Oft fühlt sie sich minderwertig weil sie ein Cyborg ist und verbirgt ihr großes Geheimnis daher so gut es geht. Vorallem vor dem Prinzen. Szenen in denen Cinder und der Prinz gemeinsam auftraten gefielen mir besonders gut, da die beiden gut harmonieren und man diese kleine Verliebtheit zwischen ihnen spürt aber auch hier hat die Autorin sich zurückgehalten und nicht gleich über die großen Gefühle geschrieben und das Buch somit nicht zu übertrieben romantisch gemacht.
Kaito, auch Kai genannt errinert mich ein wenig an einen Märchenprinz. Schön, humorvoll und charismatisch. Auch er war von Anfang an dabei und erlebte ihn sowohl in guten als auch schmerzvollen Momenten, die Autorin beschreibt ihn eher durch Taten und eröffnet damit dem Leser das er ein geeigneter Tronfolger ist und nur das Beste für das Land will.
Die Handlung verfolgt man aus der Scihtweise von Cinder und Kai, was sehr praktisch ist das man so an den Gedanken und Gefühlen der beiden Protagonisten teilhaben darf, was besonders bei Cinder sehr wichtig ist um das Mädchen besser zu verstehen.
Innerhalb eines Nachmittags habe ich den ersten Band der Luna Chroniken gelesen und genossen, Seite um Seite mit den Charakteren gelacht, gehofft, gebangt und gelebt.

Fazit: 
Ein grandioser Auftakt zu der vierteiligen Debütreihe von Marissa Meyer. Ich war absolut begeistert von Cinders Abenteuer und will unbedingt weiterlesen. Leider habe ich nur 5 Sterne zur Verfügung - sonst würde ich mehr vergeben! Unbedingt lesen!

5/5 Sterne

Herzlichen Dank an den Carlsen Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

Kommentare:

  1. Danke liebe Jasi für die schöne Rezension :) Jetzt weiß ich, dass ich es unbedingt lesen möchte <3

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    1. Das freut mich das ich dich mit meiner Rezi begeistern konnte (: ♥

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  2. Ich denke, ich werde das Buch auch irgendwann mal lesen, aber wahrscheinlich eher wenn auch der zweite Teil schon draußen ist ;) Eine wirklich schöne Rezi!

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    1. Ich kann es dir nur empfehlen (:
      Band 2 kommt am 25. Januar heraus, also zum Glück schon bald :D
      Danke ♥

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  3. Danke dir, ich möchte es nach deiner ausführlichen Rezension unbedingt lesen! *-*

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    1. Das freut mich (: Das Buch ist wirklich klasse und ich kann es dir nur empfehlen!

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  4. Nach dem 4. Weltkrieg, klingt ja interessant! :D
    Das Cover finde ich auch gut!

    Liebste Grüsse, Emma <3

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    1. Das Cover finde ich auch superschön *-*
      Liebe Grüße, Jasi ♥

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  5. Tolle Rezi :) Ich freu mich schon sooo auf Band 2 *_*

    Glg
    Micha

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  6. Ich kann nur zustimmen. Erstens bei der tollen Rezi, zweitens dabei, dass man das Buch lesen sollte. Endlich eine Zukunftsversion, die nicht gleich eine Alles-Ist-Schwarz-Dystopie ist, sondern eine halbwegs "normale" Welt. Gut...es laufen Cyborgs und Androiden herum. Aber die sind ja nicht zwangsläufig böse oder schlecht ;-)

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    1. Da stimme ich dir absolut zu (:
      Vielleicht ist gerade das auch ein Grund dafür, dass das Buch etwas Besonderes ist!

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