(Rezi) Purgatorium - Markus Rößler

 Klappentext:
„Beichten Sie Ihre Sünden? Ja? Das ist ein guter Anfang. Bü.en Sie auch dafür? Nein? Nicht wirklich? Dann passen Sie auf, dass Ihnen hierbei keiner auf die Sprünge hilft. Es könnte sein, dass die Buße sonst heftiger ausfällt, als Sie es sich vorstellen können. Um einiges heftiger. So, dass es wehtut. Sehr wehtut. Ziemlich lange sogar. Und zwar Ihnen. So, dass Sie sich wünschten, nicht gesündigt zu haben. So, dass Sie ganz sicher nie mehr sündigen würden. Weil Sie es nicht mehr könnten.“ Ein Toter in einer alten Bauernscheune. Die Leiche ist verstümmelt. Die Kommissare Ewald Linnemann und Martin Bender stoßen auf Spuren, die auf einen Ritualmord hinweisen. Jemand spielt auf tödliche Weise mit den Ermittlern – und nur ihm sind die Spielregeln bekannt …
(Quelle des Covers und Klappentext: Buchprojekt Verlag)

Meine Meinung:
Das Cover von Purgatorium gefällt mir sehr gut, das Kreuz passt auch gut zum Inhalt.
Leider konnte mich 'Purgatorium' nicht so recht überzeugen, ich muss sogar sagen das ich von dem Buch entäuscht wurde. So spannend klingt der Klappentext und so "ermittlungslos" war der Inhalt. Das war nämlich einer der größten Ärgernisse die ich beim Buch empfunden habe; die Ermittlungen gingen einfach nicht voran, die Polizisten machten ihrem Namen keine Ehre und taten für den Leser sehr wenig sichtbares. Ermittlungstechnisch ging es nämlich erst auf den letzten fünfzig Seiten los, wo dann die Handlungen sehr aufeinander gedrückt und abgehackt erfolgt sind. Ich hatte auf ein tolles Finale gehofft, da man mit solch einem Täter ziemlich gute Enden schreiben könnte aber auch dieses konnte mich nicht wirklich begeistern. Der Leser bleibt mit offenen Fragen zurück und auch etwas enttäuscht.
Die zwei Protagonisten Linnenmann und Bender waren die Ermittler in diesem Fall wobei mir Erster sehr unsympatisch war und ich mir sehr schwer mit dem Charakter des Mannes tat. Seine Reaktionen erschienen mir teilweise gestellt, besonders da mich seine Stimmungsschwankungen verwirrten.
Im Buch habe ich auch zwei kleine Fehler gefunden die ich kurz ansprechen muss, einerseits erscheint mir das völlig an den Haaren herbeigezogen das ein strukturierter, immer organisierter Täter plötzlich wahllos spontane Aktionen ausführt die er nicht geplant hat. Soetwas passt absolut nicht ins Bild und verdiert auch ein wenig die Authentik des Mörders. Ebenso ein Fehler die Wiederholung eines Witzes, beinahe wortgleich. Ich weiß nicht ob das bewusst so gemacht wurde, wenn ja finde ich das sehr schade da ich den Eindruck hatte das es einfach nicht passt.
Bis jetzt nannte ich eigentlich nur negative Kritik aber das Buch hat auch einen großen positiven Aspekt, wie ich finde: Der Schreibstil. Dieser ist zwar sehr subjektiv zu betrachten doch mir gefiel es wieder der Autor Fachausdrücke, Synonyme und Wortumschreibungen einbaut und somit Wiederholungen von Wörtern vermeidet. Außerdem gab eine tolle Analogie, die zwar nur nebenbei vorkommt aber ich nennenswert finde weil sie mir so gut gefallen hat.
Interessant fand ich auch die immer wieder kehrenden Stellen in denen man etwas mehr über den Täter erfährt, aus seiner Sicht geschrieben, hier ist es sehr schade das der Autor am Ende die Persönlichkeit der Täters plötzlich verändert hat.

Fazit:
'Purgatorium' konnte mich leider nicht überzeugen, das Buch präsentiert sich zwar in schönem Cover, tollen Klappentext aber der Inhalt ist sehr enttäuschend. Bis auf einen guten Schreibstil konnte ich dem Buch nicht viel abgewinnen.
 2/5 Sterne

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