[Rezension] Zara von Asphodel - Ellen Renner


Zara hasst ihren Vater, den Erzmagier von Asphodel, seit dem Tag, an dem er ihre beste Freundin, ein Mädchen ohne magische Fähigkeiten, getötet hat. Seitdem spioniert Zara für die Gegenseite: für die Menschen, die unter der Herrschaft der Magier ein erbärmliches Leben führen. Und so schleicht sie sich auch ins Gefängnis ein, um herauszufinden, welche Ziele ihr Vater mit dem jungen Gefangenen aus der belagerten Nachbarstadt verfolgt. Wenige Augenblicke gemeinsam mit Aidan reichen und Zara verliert ihr Herz. Für sie steht fest: Sie muss Aidan retten. Doch bevor sie ihn befreien kann, fliegt sie auf - und muss selbst fliehen .
[Quelle: dtv Verlag]

 Wir befinden uns in der Welt der Diebe und Magier. Zara ist die Tochter des Erzmagiers Benedict und furchtbar grausam. Nicht nur dass er ihr oft genug vor Augen führt wie enttäuscht er von ihr ist, eines Abends tötet er auch vor ihren Augen ihre einzige Freundin Swift. Zaras Hass auf ihren Vater beginnt immer mehr zu wachsen und so fing sie schon früh an, genauso wie ihre Mutter die wegen Ketzerei sterben musste, wichtige Informationen aus dem Schloss an Rebellen weiterzugeben. Die Welt ist nämlich in Magier und Vieh aufgeteilt Abschätzig nennen die Magier alle nichtmagische Menschen Vieh und nutzen sie nur für die Sklavenarbeit. Schließlich nimmt Zaras Vater einen jungen Erschaffer gefangen, sein Name ist Aiden. Zara merkt sofort dass etwas nicht stimmt und glaubt nicht an den Waffenstillstand, zwischen Magiern und Erschaffern. Sie weiß das ihr Vater etwas plant.


Deshalb flieht die Magierin gemeinsam mit der Hilfe einer junge Diebin Twiss und verspricht dem Erschaffer Aiden, an den sie ihr Herz verliert, ihr zu retten. Twiss führt sie zu den Katakomben in denen die Diebe und Erkenntnissuchenden leben. Zuerst begegnen die Diebe Zara mit Misstrauen doch schließlich beginnen sie dem Mädchen zu vertrauen und gemeinsam beschließen sie, ihren Vater zu töten und das Reich von seiner Herrschaft zu befreien.

Ellen Renner hat eine wundervolle Fantasy-Welt entstehen lassen, die mich anfangs noch etwas verwirrte aber in der ich mich schließlich immer besser zu Recht fand. Die Begriffe waren mir zuerst nicht ganz klar und ich war verwirrt. Beispiel sind die Ausdrücke ‚Vieh‘ – das ja nicht für Tiere sondern für Menschen steht die keine magischen Kräfte besitzen. Ebenso verwirrend fand ich ‚Zeit‘ und erst später fand ich heraus dass dies eine Göttin ist. Am Ende des Buches bemerkte ich erst, dass es ein Glossar gibt in denen alle Begriffe gut erklärt sind.

Die Magie, die dort benutzt wird ist keine die ich schon vorher kannte. Es geht nicht darum Dinge schweben oder etwas entstehen zu lassen sondern viel mehr dreht es sich um Geistmagie. Magier dringen in den Geist eines Tieres ein und lenken ihn, sehen mit seinen Augen und hören durch seine Ohren. Eine nützliche Gabe die Zara vor allem beim spionieren sehr zu Gute kommt.

Zara ist eine wundervolle Charakterin. Wie viele weitere Buchheldinen vor ihr, ist sie anfangs schüchtern und blüht erst im Laufe der Geschichte auf. Besonders am Ende beweist sie, wie viel Kraft in ihr steckt. Die Entwicklung die sie gemacht hat ist wirklich erstaunlich und absolut nachvollziehbar. Ich mochte ihre Charakterzüge und fand die wenigen Szenen zwischen ihr und Aiden sehr schön beschrieben, nicht kitschig aber romantisch.
  
Die anderen Charaktere konnten mich ebenso begeistern. Die Autorin hat es geschafft sie zum Leben zu erwecken und zu einigen habe ich schon eine gute Verbindung aufgebaut. Besonders Zara und Twiss habe ich ins Herz geschlossen aber auch den Wolfshund Marcus.

Zara hat mich, ans sich, nicht gestört ABER leider wurde das Buch in der Ich-Perspektive geschrieben. Eigentlich bevorzuge ich diese immer um noch mehr über die Protagonisten herauszufinden aber hier fand ich es ein wenig schade da ich bei der Ankunft von Zara bereits wusste dass sie nicht die Verräterin ist. Es wäre spannend gewesen wenn das auch der Leser nicht gewusst hätte, anfangs hat mich diese Perspektive leider etwas gestört aber am Ende fand ich sie wieder sehr passend.

Ansonsten kann ich den Schreibstil nur loben, die Autorin punktet mit schönen Details, flüssigen Übergängen und interessanten Metaphern.

 
Tolle Charaktere, spannende Momente und eine gut ausgearbeitete Fantasywelt. Ellen Renner schafft es mich vollkommen in den Bahn zu ziehen und haucht der Geschichten mit wunderschönen Worten Leben ein.
Ein gelungener Auftakt der Fantasy-Dilogie, auf deren zweiten Band ich mich schon sehr freue.
4/5 Sternen

Ich bedanke mich recht herzlich beim dtv Verlag für das Rezensionsexemplar.

 

1 Kommentar:

  1. Das Buch klingt wirklich etwas verwirrend und obwohl sich diese magische Welt auch faszinierend anhört, werde ich wohl das Buch vorerst nicht lesen. Aber trotzdem danke für Deine Meinung :)

    Liebe Grüße,
    Moni

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