[Rezension] Der Mädchenmacher - Michael Koglin




 Auf einer gedeckten Tafel liegt die zerstückelte und lukullisch garnierte Leiche von Karen Kreft. Einen solch perversen Tatort hat die junge Polizistin Lina Andersen noch nicht gesehen. Wie sie bald herausfindet, war die Ermordete Mitglied einer Gruppe militanter Tierschützer. Hat sich ein Tierzüchter, der von der Gruppe überfallen wurde, brutal gerächt? Lina ermittelt undercover und schleust sich in die Tierschutzorganisation ein. Viel zu spät merkt sie, dass sie auf der falschen Fährte ist. Und dann gerät sie selbst in den Fokus des Täters, der begonnen hat, sich in einen wahren Blutrausch zu morden ...
[Quelle: Goldmann Verlag]

 Eine junge Polizistin - eine verdeckte Ermittlung - tote Frauen die wie Speisen angerichtet sind - ein brutaler Mörder. 
Die Polizistin Lina muss einen Undercovereinsatz in einem Supermarkt machen um herauszufinden warum die Tierschützerin Karen Kraft ermordet worden ist. Sie durchwühlt deren Privatleben und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.  Dabei gerät sie ins Visir des Mörders. 

Leider täuscht der spannende Einstieg.  Nach den ersten Seiten denkt man das könnte ein Thriller mit Potenzial werden,  allerdings gibt es da einiges das dem im Wege steht: 

Zuerst einmal die Polizistin Lina selbst, ihre Spontanen Entscheidung waren für mich meistens überhaupt nicht nachvollziehbar ins oft hatte man das Gefühl der Autor hat sie nur in diese Richtung gedrängt als dadurch ihren Charakter zu stärken. Lina war für mich absolut durchsichtig und unbegreiflich.

Die Ermittler sind in Thriller für mich sehr wesentlich da ich jemanden brauche an dem ich mich festhalten kann. Hier war nicht nur Lina ein Flop, sondern auch ihre Kollegen. Die Polizeiarbeit in diesem Buch ist furchtbar schlecht ausgearbeitet,  ich hatte dauernd das Gefühl das da nichts passierte.  
Der absolute Atmosphären-Killer in einem Thriller: ein schlechter Schreibstil.  Grundsätzlich war er ganz okay aber die Sprünge haben mich komplett verwirrt. Teilweise musste ich Stellen nochmal lesen weil ich mich nicht ausgekannt habe. Die Stellen in denen man die Sichtweise eines Opfers oder die des Mörders sieht waren hingegen sehr spannend.  

In diesem Buch gab es für mich zwei positive Punkte: Der interessante Mörder und die Länge. Wäre das Buch dicker hätte ich es garantiert abgebrochen weil ich beim Lesen absolut kein Interesse am Ausgang der Geschichte hatte. 
Die anfängliche Spannung fällt sofort ab und mit unberechenbarer Protagonistin,  schlechter Polizeiarbeit und wenig Interesse schleppe ich mich durchs Buch. Für den Anfang, den genialen Mörder und der Länge kratze ich gerade noch so 2 Sterne zusammen. 

2/5 Sternen

Mein Dank geht an den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar!

1 Kommentar:

  1. Hallo Jasmin,

    vielen Dank für deinen Kommentar. Freut mich, wenn dir meine Rezi das Buch schmackhaft gemacht hat (: Stimmt, manche Cover sind wirklich nichtssagend, wobei mir das von "Die Welt wie wir sie kannten" mittlerweile sehr gut gefällt. Es spiegelt doch sehr gut den Inhalt des Romans wieder, auch wenn die kleinen Details auf den ersten Blick nicht auffallen.

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,

    Jacy

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