[Rezension] Der Tag, an dem Rose verschwand

Als Anna sich an einem heißen Sommertag auf den Weg in die Stadt macht, genießt Rose die Sonne im Garten. Anna ahnt nicht, dass sie ihre Schwester zum letzten Mal gesehen hat.
Zwanzig Jahre später fällt es Anna schwer, in die Zukunft zu blicken, da doch Rose immer nur Vergangenheit sein wird. Auch ihre Mutter, die schon einmal einen geliebten Menschen verlor, scheint mit der Tragödie nicht abgeschlossen zu haben – und ein Geheimnis zu verbergen … Was ist damals in den 60ern passiert? Und wer ist Rosanna, von der sie immer wieder spricht?
[Quelle: Blanvalet Verlag] 

Seit eines Tages Annas Schwester Rose spurlos verschwunden ist, dreht sich ihr Leben um 180 Grad. Nichts ist mehr so wie es wahr und die Familie gibt die Hoffnung nicht auf ihre geliebte Tochter und Schwester zu finden. Doch selbst zwanzig Jahre später bleibt Rose weiterhin verschwunden bis Anna sich vornimmt die Suche nach ihrer Schwester wieder aufzunehmen. Sie verfolgt einige Hinweise und stößt plötzlich auf den Namen Rosanna und da nimmt die Geschichte ihren Lauf und Anna gelingt es die dunklen Familiengeheimnisse aufzudecken. 

In einer Familiengeschichte, umfangen mit einem großen Lügennetz und dunklen Geheimnissen, spielen die Protagonisten eine große Rolle umso enttäuschter war ich anfangs das die Charaktere so seicht waren. Den richtigen Zugang zu finden fiel mir in den ersten fünfzig Seiten gar nicht so leicht, doch überraschenderweise lernte ich die Protagonisten dieser Geschichte dann doch noch etwas näher kennen und schloss sie schlussendlich dann auch in mein Herz. 

Da die Geschichte weitgehend aus der Sicht von Anna erfolgt, habe ich von ihr am meisten kennen gelernt, trotzdem haben mich die Charakterzüge ihrer verschwundenen Schwester Rose viel mehr interessiert. Während Anna nur ein Mädchen war, dass die ganze Zeit nur ihre Schwester bewunderte und sich in ihren Schatten stellte war diese nämlich eine Individum und sehr vielschichtig.
Weiteres verfolgt man die Geschichte auch aus der Sicht von Annas Mutter, Cassandra. Außerdem fließen immer wieder Vergangenheitsschnipsel ein um die Geschichte zu vervollständigen.

Rundum fand ich die Geschichte wirklich sehr spannend, gerade durch die verschiedenen Erzählstränge die auseinander liefen und dann zusammen finden aber leider gab es auch die ein und andere Stelle die man weglassen könnte, da sie überhaupt nichts zur Suche von Rose oder der Handlung beigetragen hat. Da diese Stellen nur wenige Seiten umfassen finde ich das nicht überaus schlimm, aber schon etwas komisch. Ich hatte kurz den Eindruck dass die Autorin solche Stellen als Lückenfüller eingebaut hat. 

Den Schreibstil ist schlicht aber durchaus passend. Kein absolutes Wow aber durchaus fesselnd obwohl man sich erstmal dem Sog der Geschichte ergeben muss um dem zu erliegen, sprich man muss sich auf die Geschichte einlassen. 

Nachdem ich im Mittelteil so gefesselt war, wurde meine Freunde am Ende dann wieder ein wenig gedämpft. Das Verschwinden von Rose steht im Mittelpunkt des Buches, trotzdem wird dieser Teil am Ende schnell und einfach abgehandelt als wäre es nur eine Randhandlung gewesen. Das fand ich etwas schade und die letzten Seiten habe ich dann nur noch schnell "über mich gebracht", weil ich enttäuscht war.
Schlussendlich würde ich sagen es hat sich für mich wirklich gelohnt dieses Buch zu lesen, obwohl ich da anfangs meine Zweifel hatte. Doch es hat mich wirklich gut unterhalten und es hat mir gefallen mit Anna gemeinsam die Lügen und Geheimnisse ihrer Familie aufzudecken. Ein bisschen Enttäuschung kam dann auch am Schluss durch das simple Ende auf. Rundum vergebe ich für das Buch 3 gute Sterne.  
 3/5 Sternen

Herzlichen Dank an den Blanvalet Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares! 


1 Kommentar:

  1. Hallo! Deine Rezension gefällt mir sehr gut, sehr schön geschrieben. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, vor allem das Cover finde ich phänomenal. Ich lasse mal einen lieben Gruß da. Eine schöne Woche wünsche ich dir. Corinna

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