[Rezension] Die Glückssucher - Vera Kissel


Lukas, der vor Jahren seinen Vater verlor, hat in dessen Partner einen väterlichen Freund gefunden. Den braucht er auch, denn Lukas ist schüchtern, vor allem, was Mädchen angeht. Sein Kumpel Birol hingegen ist in zwielichtige Geschäfte verwickelt. Doch Lukas interessiert nur die schöne Kurdin Gülbahar - bis ein Unglück geschieht und Lukas erkennen muss, dass manche Katastrophen Menschen verbinden und andere sie trennen.
[Quelle: Dressler Verlag]  
Lukas verliebt sich zum allerersten Mal. Gülbahar, eine Kurdin, lernt er gemeinsam mit seinem besten Freund kennen. Für sie würde er alles tun und auch Gülbahar zeigt Lukas dass sie sie ihn mag. Das Problem allerdings ist das sie als Muslimin unter den strengen Augen ihres Cousins lebt und so Lukas nicht an sie ran kommt. Doch er kann seine Gefühle für Gülbahar einfach nicht unterdrücken. 

Der Einstieg ins Buch verlief leider nicht so flüssig wie ich ihn mir gewünscht hätte. Der Schreibstil brachte mich anfangs ein bisschen ins Straucheln, da Lukas, der Protagonist, in sehr kurzen und prägnanten Sätzen erzählt. Die Autorin arbeitet weniger mit Kommas und  Sätzverbindungen sondern mit vielen Satzzeichen. Statt einem langen, geschmeidigen Satz gibt es drei kurze Sätze. Für mich war das etwas gewöhnungsbedürftig, doch nachdem ich einige Kapitel hinter mir gelassen hatte kam ich besser mit dem Stil zurecht. Natürlich legt die Autorin auch großen Wert auf Gefühle, doch gerade am Anfang schwappten diese nicht gerade über und ich brauchte auch hier einige Seiten um mich überzeugen zu lassen. 

Der holprige Start lohnt sich aber, den schon nach wenigen Kapiteln erschließt sich der Grundrahmen der Geschichte. Es geht um den deutschen Jungen Lukas, der sich in das muslimische Mädchen Gülbahar verliebt. Eine schwierige Situation mit der er natürlich stark zu kämpfen hat, schließlich würde er alles dafür tun um mit Gülbahar zusammen zu kommen. Der Moment in dem sich Lukas in Gülbahar verliebt, war auch dieser Moment in dem ich mich begann in die Geschichte zu verlieben. Als Mädchen fällt es mir manchmal nicht ganz einfach mich in einen männlichen Protagonisten hineinzuversetzen, aber bei Lukas gelang mir das ohne Probleme. 

Lukas ist ein typischer Teenager der zum ersten Mal verliebt ist. Naja, nicht ganz. Den Lukas verlor seinen Vater, da dieser bei einem Tsunami verunglückt ist. Erst nachdem ich das Buch beendet habe, stellte ich fest dass das erste Buch der Autorin 'Was die Welle nahm' ebenfalls von Lukas handelt. Dabei dreht sich die Geschichte aber um den Tod seines Vaters. Eine tolle Idee, einen Protagonistin in ein anderes Buch mitzunehmen! Über Gülbahar erfährt man im Buch leider nur sehr wenig, das liegt einerseits an der unglücklichen Situation und andererseits auch an den Sprachbarrieren. Trotzdem habe ich das junge Mädchen sehr schnell ins Herz geschlossen und mit den beiden mitgefiebert. 

Sobald man in die Geschichte hineinfindet, lässt sie einen nicht mehr los und gefesselt verfolgt man die Geschichte von Lukas und Gülhabar, die sich beide unglaublich nah sind und trotzdem viel zu weit entfernt. Ein schönes Jugendbuch! 
4/5 Sterne

Vielen Dank an den Dressler Verlag und Lovelybooks für das Leserundenexemplar!
 

1 Kommentar:

  1. Hallöchen :)
    Ach das Buch klingt ja wirklich nicht schlecht. Cover und Titel haben mich sofort angesprochen.
    Das Buch werde ich mal im Auge behalten. :D

    Danke :*

    Liebst, Lotta

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