[Rezension] Bis ans Ende der Geschichte - Jodi Picoult


Sage Singer ist eine junge Bäckerin. Sie hat ihre Mutter bei einem Autounfall verloren und fühlt sich schuldig, weil sie den Wagen gelenkt hat. Um den Verlust zu verarbeiten, nimmt sie an einer Trauergruppe teil. Dort lernt sie den 90jährigen Josef Weber kennen. Trotz des großen Altersunterschieds haben Sage und Josef ein Gespür für die verdeckten Wunden des anderen, und es entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft. Als Josef ihr eines Tages ein lang verschwiegenes, entsetzliches Geheimnis verrät, bittet er Sage um einen schwerwiegenden Gefallen. Wenn sie einwilligt, hat das allerdings nicht nur moralische, sondern auch gesetzliche Konsequenzen. Sage steht vor einem moralischen Dilemma: Denn wo befindet sich die Grenze zwischen Hilfe und einem Vergehen, Strafe und Gerechtigkeit, Vergebung und Gnade?
[ Quelle: C. Bertelsmann Verlag ] 
Als die junge Sage Singer, Josef Weber bei der Trauergruppe trifft weiß sie noch nicht welch dunkles Geheimnis sich hinter dem zögerlichen Lächeln des Neunzigjährigen verbirgt. Zwischen Sage und dem ehemaligen, beliebten Lehrer entwickelt sich eine Freundschaft. Eines Tages jeddoch offenbart Josef ihr ein schreckliches Geheimnis und bittet sie um einen Gefallen. Einen Gefallen den Sage zu tiefst erschüttert und ihr ganzes Leben verändert.

Dies ist mein erstes Buch von der umschwärmten Autorin Jodi Picoult und als ich es in die Hand nahm, ahnte ich nicht im geringsten auf welche Geschichte ich mich hier einlasse. Allein dieser eine Satz schafft es, mich wieder zum Weinen zu bringen, den ich habe beim lesen schon lange nicht mehr so sehr geweint wie bei diesem Buch. Mehrmals musste ich mir erschrocken die Hand auf den Mund pressen um nicht gleich loszuschluchtzen. Wenn ich Bücher lese bin ich immer sehr emotional, aber hier war es doch noch etwas anders als sonst. Intensiver.

Der Grund warum mir dieses Buch so zu Herzen gegangen ist, ist einfach erklärt. Jodi Picoult schafft es eine unglaubliche Nähe zwischen Leser und Protagonist sowie zwischen Leser und Geschichte aufzubauen. Es ist nicht sehr schwer sich in der Geschichte zu verlieren, durch die Geschichte zu treiben und die Gefühle der Protagonisten zu teilen. Das Buch besteht eigentlich aus drei großen Geschichten, einmal der gegenwärtigen Geschichte von Sage Singer, die Vergangenheit von Josef Weber und die Vergangenheit von Sage's Großmutter Minka. Jede der drei Geschichten hat etwas ganz besonderes an sich und ich kann nur schwer sagen, welche mir am besten gefallen hat. Ich fühlte mich zu allen Protagonisten sehr verbunden und war erstaunt wie sehr ich sie bereits nach dem Beenden des Buches vermisste.

S. 167

Ich würde gerne etwas mehr über die Geschichte erzählen, aber ich möchte euch nicht die Spannung an der Geschichte nehmen weshalb ich vage bleiben werde.Die bildhafte Sprache erleichterte es mir, mich in den unterschiedlichen Geschichten zu verlieren und der gefühlsvolle Schreibstil brachte mich des öfteren zum Weinen. Dieses Buch fühlte sich für mich wie Magie an, Magie mit spitzen Nadeln und einem saurem Nachgeschmack aber trotzdem reine Magie. Ich war von Anfang an, bis zum Ende total mitgerissen und beeindruckt.
Jodi Picoult konnte mich mit ihrer wunderschönen, tieftraurigen und erschütternden Geschichte von sich überzeugen und ich kann euch dieses berührende Buch nur ans Herz legen! 
5/5 Sterne

Mein Dank geht an den C.Bertelsmann Verlag für dieses schöne Rezensionsexemplar!

Kommentare:

  1. Eine schöne Rezension. Das Buch steht bereits auf meiner Wunschliste, nachdem ich es zufällig in der englischen Ausgabe entdeckt hatte.

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  2. Huhu Jasmin,
    ich bin durch meine Freundin auf diese Autorin aufmerksam geworden. Mein erstes Buch von ihr war glaube ich Neunzehn Minuten. Darin geht es um einen Amoklauf. Ich kann dir bei deinen Worten bzgl. ihres Schreibstils nur Recht geben. Dieses Talent die Charaktere näher zu bringen, schwierige Themen aufzugreifen und unter die Haut zu gehen, setzt die Autorin auch in ihren anderen Werken um.
    Da bin ich ja mal gespannt, ob du demnächst auch noch mehr von J. Picoult lesen wirst :o)
    Liebe Grüße sendet dir Tanja

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