[Rezension] Die Tiefe - Nick Cutter


Die Menschheit erzittert unter einer unheimlichen, tödlichen Krankheit, die sich rasend schnell ausbreitet. In dieser Krisensituation wird der Arzt Luke Nelson zu Hilfe gerufen. In den Tiefen des Meeres ist ein Organismus aufgetaucht, ein Parasit, mit dem sich die Krankheit vielleicht bekämpfen lässt. Lukes Bruder Clayton, ein genialer Biologe, ist mit seinem Team bereits im Tauchschiff Trieste. Doch der Kontakt zur Trieste bricht ab. Als die grausam entstellte Leiche eines der Forscher geborgen wird, begibt Luke sich hinab in den Marianengraben. In die dunkle Tiefe …
[ Quelle: Heyne Verlag ]

Als der Tierarzt Luke sich mit einem U-Boot in das Unterwasser-Labor, acht Meilen unter dem Pazifik, bringen lässt ahnt er noch nicht was ihn unten erwarten wird. Sein Bruder erforscht dort unten das seltsame Material 'Ambrosia', welches eventuell in der Lage ist die Menschheit vor der tödlichen Seuche 'Fleckiger Tod' zu retten. Doch statt geregelten Forschungsarbeiten passiert in Labor etwas ganz anderes. Den was in der Tiefe lauert ist nichts anderes als purer Wahnsinn.  

Der Klappentext des Buches hat mich sofort magisch angezogen. Ich finde Wasser und speziell die Unterwasserwelt sehr faszinierend und gerade die Tiefe sehr gruselig. Meine ersten Zweifel, dass das Buch vielleicht zu technisch bzw. wissenschaftlich wird, haben sich zum Glück nicht bestätigt. Zwar wird über die Forschungsergebnisse gesprochen, doch da man die Geschichte aus Lukes Sicht verfolgt ist dies sehr einfach dargestellt. Die Idee das es meilenweit unter dem Meeresspiegel ein Labor gibt, in dem sich Forscher aufhalten finde ich spannend! Ich könnte mir zwar selbst niemals vorstellen, so etwas mit eigenen Augen zu sehen doch beschrieben wurde es in dem Buch sehr gut. Zu gut, könnte man beinahe sagen. Manche Schreckensbilder zeichneten sich sehr realistisch vor meinem inneren Auge ab.

Ich hatte durchaus das Gefühl dass der Autor ein gut durchdachtes Konzept hat, doch  während des Lesens fragte ich mich immer wohin das alles führen soll. Gerade dieses Chaos, diese Unüberschaubarkeit der Situation haben mich dann schlussendlich aber fasziniert da man sich genauso wie die Protagonisten im Buch ein wenig ausgeliefert und ohne Orientierung fühlt. An Gänsehaut hat es mir beim Lesen bestimmt nicht gefehlt. 

Besonders dem Protagonisten Luke Nelson kommt man im Laufe der Geschichte sehr nahe. Man teilt seine Angst und erfährt sehr viel über die dunklen Momente seines Lebens. Seine Vergangenheit hat mich doch sehr erschrocken, besonders die Beziehung zu seiner verstorbenen Mutter. Richtig toll fand ich, dass sich die Fäden aus Lukes Vergangenheit immer mehr zusammen fügten und schließlich ein Bild ergaben. Das Ende des Buch hingegen war nicht so einfach gestrickt. Nick Cutter hat sich da wirklich etwas einfallen lassen und ich muss sagen, das ich auf einiges vorbereitet war aber nicht auf das. Wenn ich an den letzten Satz des Buches denke, stellt sich bei mir schon wieder die Gänsehaut auf. Einfach nur genial!

Definitiv eines der gruseligsten Bücher das ich dieses Jahr in der Hand hatte. Nick Cutter versteht es grauenvolle Schreckensbilder zu malen und diesen auch noch Leben einzuhauchen. Für mich ein absolutes 5-Sterne-Buch!  
5/5 Sterne
 
Mein Dank geht an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar!
 

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