[Rezension] Locked in - Holly Seddon


 Alex Dale ist eine brillante Journalistin. Doch sie hat ein Alkoholproblem. Mehr als ein paar Stunden am Tag hält sie ohne Drink nicht aus, beruflich hangelt sie sich von einem Freelance-Job zum nächsten. Bei der Recherche für einen Artikel stößt sie auf den Fall von Amy Stevenson, die seit vielen Jahren im Koma liegt. Und plötzlich erwacht Alex’ untrüglicher journalistischer Spürsinn wieder. Sie ahnt, dass Amy ein Geheimnis hat. Aber wer soll einer Alkoholikerin schon glauben?
[ Quelle: Heyne Verlag ] 
Seit die jugendliche Amy Stevenson entführt und zusammengeschlagen wurde liegt sie im Komma. Als die freiberufliche Journalistin Alex die schlafende Amy zufällig in der Station für Kommapatienten sieht, erinnert sie sich an die Geschichte des armen Mädchens das wochenlang das lokale Fernsehen in Atem hielt. Eigentlich schreibt sie einen Gesundheitsartikel über Kommapatienten, doch Amy erweckt den Spürsinn der Journalistin und sie beginnt auf eigene Faust mehr über das Mädchen herauszufinden. Dabei stößt sie nicht nur auf noch nie erkannte Zusammenhänge sondern muss auch lernen ihr schweres Alkoholproblem in den Griff zu bekommen.

Der Klappentext des Buches hat mich direkt neugierig gemacht. Ich liebe es nämlich wenn Personen, die nicht irgendwie mit der Polizei oder dem FBI zu tun haben, ermitteln da diese oft einen ganz anderen Blickwinkel auf Dinge haben. Außerdem ist es viel spannender normale Personen bei so etwas zu begleiten, als einen routinierten Polizisten. Amys Geschichte scheint anfangs sehr simple gestrickt zu sein. Sie wurde als junges Mädchen entführt, vergewaltigt und später halbtot gefunden. Seitdem liegt sie im Koma. Dabei ist ihre Vergangenheit viel facettenreicher als es auf den ersten Moment scheint und im Laufe der Geschichte kommt es zu der ein oder anderen Überraschung mit der man wirklich gar nicht gerechnet hätte. 


Sehr interessant fand ich auch die Thematik 'Alkohol' welche die Autorin aufgegriffen hat. Alex ist eine starke Alkoholikerin und trinkt jeden Tag mindestens eine Flasche Wein. Wie gerne ich die Protagonistin eigentlich gewonnen hatte, merkte ich erst als ihr behandelnder Arzt ihr sagte dass sie nur noch ein Jahr zu leben hat, wenn sie so weiter macht. Das war wirklich ein großer Schock für mich! Selten wurden die innerlichen Auseinandersetzungen unter denen Alkoholiker zu leiden haben, so gut beschrieben, wie in diesem Buch. Das hat mir wirklich richtig gut gefallen und mich sehr betroffen gemacht. Ein anderes Thema das in diesem Buch auch behandelt wird ist, dass Komapatienten einen gewissen Teil von ihrer Umgebung wahrnehmen und darauf reagieren können. Darum sollte sich eigentlich auch Alex Artikel drehen, als sie das Krankenhaus das erste Mal besuchte. Darüber möchte ich eigentlich aber auch nicht mehr verraten, aber wie gesagt, ein sehr spannender Aspekt!

Ich habe schon ziemlich viele Bücher gelesen in denen es um einen verzwicketen Fall geht in dem schließlich eine Privatperson auf eigene Faust zu ermitteln beginnt. Trotzdem würde ich sagen dass dieses Buch hier anders ist. Einfach weil es sich um Amy's Geschichte dreht, aber die alkoholkranke Alex mit dieser Aufgabe wächst und sich stark verändert. Neben der Hauptstory dreht sich die Geschichte auch noch die im oberen Absatz angeschnittenen Themen Koma und Alkoholismus. Dadurch dass das Buch so viele Facetten zeigt, war das Lesen unglaublich interessant und ich konnte den Roman bis zur letzten Seite nicht mehr aus der Hand legen.

Eine spannende Geschichte, die sich nicht nur durch interessante, vielschichtige Charaktere auszeichnet sondern auch für die beiden Themen Alkoholismus und Wachkomma welche neben der Hauptstory, der Aufklärung von Amys Fall, eine große Rolle spielten und mich sehr bewegen konnten. Definitiv ein 5-Sterne-Buch! 
5/5 Sterne

Mein herzlichster Dank geht an den Heyne Verlag!

Kommentare:

  1. Hallöchen :)
    Ich habe das Buch auch vor kurzem gelesen - ich glaube ich hatte dir schon auf Instagram geschrieben - und ich muss sagen, umso länger ich das Buch "sacken lasse" umso lieber mag ich es. Vielleicht kamen mir auch einige Stellen nur ein wenig lang vor, weil ich durch meinen Virus Infekt ziemlich lange an dem Buch gelesen habe. Wer weiß. ^^ Jedenfalls stimme ich dir zu, das war ein wirklich gutes Buch, mal was anderes und sehr gut durchdacht. Mir hat es Spaß gemacht es zu lesen.

    Liebst, Lotta

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    1. Hallöchen Jasi,
      meine Rezension ist jetzt auch online und ich habe dich mal verlinkt. :D

      Liebst, Lotta

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