[Rezension] Sieben Nächte in Tokio - Cecilia Vinesse


Eine Woche noch bleibt Sophia in Tokio, der Stadt, in der sie seit vier Jahren lebte. Dann muss sie zurück in die USA ziehen und all das aufgeben, was ihr wichtig ist: das pulsierende Tokio mit seiner Mischung aus Fremdheit und Vertrautheit, vor allem aber ihre besten Freunde Mika und David. Da kommt Jamie Foster-Collins nach längerer Abwesenheit zurück in die Stadt: Jamie, Sophias heimliche erste Liebe, der ihr damals das Herz gebrochen hat. Auf nichts hat Sophia weniger Lust als darauf, sich den Abschied von Tokio durch Jamies Rückkehr zusätzlich verkomplizieren zu lassen. Doch genau das geschieht: Jamie ist wieder da, und natürlich wirbelt er Sophias ohnehin schon strapaziertes Gefühlsleben noch zusätzlich durcheinander.
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Sophia hat noch genau 6 Tage und 20 Stunden Zeit um das letzte Mal durch die Straßen von Tokio zu ziehen, japanisches Essen zu genießen und mit ihren besten Freunden Mika und David abzuhängen. Danach fliegt sie nämlich mit ihrer Mutter und Schwester zurück nach Amerika. Doch wie es das Schicksal so will, kommt genau in dieser Woche Jamie zurück nach Tokio. Sophie zieht sich der Magen zusammen, denn Jamie hat ihr schon einmal das Herz gebrochen. Dennoch beschließt sie sich durch ihre erste große Liebe nicht aus dem Konzept bringen zu lassen und versuchte in den letzten Tagen noch so viel Tokio in sich aufzunehmen wie nur irgendwie möglich.

Ich finde die Idee des Buches richtig toll! Es erinnert mich daran, dass ich den letzten Tag im Urlaub auch immer versuche zu etwas Besonderem zu machen. Und bei Sophia ist das eben eine ganze Woche. In dieser Zeit wandert man nicht einfach so herum, sondern blüht auf und versucht die Zeit die einem noch bleibt perfekt zu gestalten. Sophia ist das trotz dem Auftauchen von Jamie sehr gut gelungen und es hat mir großen Spaß gemacht sie zu begleiten. Wie der Klappentext auch verspricht, gibt es eine Liebesgeschichte, welche ich aber nicht sehr prickelnd fand. Leider.

Die Handlung an sich fand ich sehr spannend, aber doch auch hervorsehbar. Besonders was die Liebesgeschichte angeht, hatte ich schon eine Idee wie das ganze würde verlaufen können. Meiner Meinung hat sich hier die Autorin zu sehr auf eine Seite gestellt und versuchte das ganze perfekt zu machen. Dafür hat sie es aber geschafft das besondere Feeling von Tokio einzufangen. Ich war leider noch nie in Tokio, aber ich stelle es mir genauso vor wie die Autorin beschrieben hat. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen!

Mit der Protagonistin Sophia hatte ich zwischendurch ein paar kleine Problemchen. Ich mochte sie schon anfangs sehr gerne und fand ihre Idee, die letzten Tage noch zu genießen, richtig klasse. Dann mochte ich sie zwischenzeitlich nicht so gerne, was den Lesegenuss sehr trübte. Besonders ärgerlich fand ich es, dass sie selbst erwähnt wie klug sie doch ist, aber man das im restlichen Buch nicht wirklich mitbekam. Abgesehen davon dass sie erwähnt das sie die beste im Physik-Leistungskurs ist. Das fand ich etwas komisch. Auch ihr Verhalten unbedingt nach Paris zu wollen, hat sich mir nicht ganz erschlossen. Dafür wurde sie mir am Ende durch eine grandiose Entscheidung noch einmal sehr symphatisch. Trotzdem schade, dass die Protagonistin, in meinen Augen, nicht so ganz gelungen ist. Dass die Autorin gute Charaktere erschaffen kann, beweist sie nämlich mit Sophia's Schwester, ihrer besten Freundin Mika und Jamie.

Obwohl mir die tollen Eindrücke der Stadt Tokio und die Idee des Buches gut gefallen haben, ganz es zuviele Kleinigkeiten die für mich nicht ganz stimmig waren. Da ich "Sieben Nächte in Tokio" trotzdem mit Freude gelesen habe, entscheide ich mich für 3 Sterne. 
 3/5 Sternen

Mein Dank für das Rezensionsexemplar geht an den dtv Verlag!

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