[Rezension] Red Rising Tag der Entscheidung - Pierce Brown


 Um eine unmenschliche und grausame Gesellschaft zu stürzen, ist der Minenarbeiter Darrow selbst zum Goldenen, zum Mitglied der verhassten Oberschicht, geworden. Doch jetzt wurde sein Geheimnis entdeckt und er schwebt in tödlicher Gefahr. Wenn er sein Ziel erreichen will, muss er alles riskieren. 
[ Quelle: Heyne Verlag ] 
Das Buch beginnt damit, dass Darrow, ehemaliger Minenarbeiter und erfolgreicher Rebell gegen die Goldenen - welche die unteren Schichten unterdrücken - sich in der Gefangenschaft des Schakals befindet. Es dauert ein ganzes Jahr bis er sich schließlich aus seiner Zelle befreien kann, doch während er hinter Gittern saß hat sich die Welt draußen verändert und Darrow allein muss entscheiden wie seine Reise und sein Kampf gegen die mächtige Obersicht, die Goldenen, weitergeht.

Ich halte meine Inhaltsangabe diesmal sehr kurz, da der dritte Teil der Red Rising-Trilogie einfach viel zu umfassend wäre um näher auf das Geschehene einzugehen und außerdem möchte ich euch nicht zu viel verraten. Denn mit "Tag der Entscheidung" hat Pierce Brown ein Buch geschrieben, bei welchem es sich auf jeden Fall lohnt es zu lesen und all das selbst zu erleben. Es war nämlich genauso spannend wie seine beiden Vorgängerbände, welche mich bis zum Schluss in ihren Bann gezogen und jedesmal vollständig überzeugt haben.

Grund für meine Begeisterung über das Buch ist zum einen der fantastische Plot. Man kennt es aus zahlreichen Büchern, dass sich Unterdrückte erheben um gegen das System anzukämpfen. Doch "Klischee" und "schon dagewesen" sind Wörter die man mit der Trilogie nicht verbinden kann. Pierce Brown bedient sich vielleicht einem bekannten Modell, modelliert das im Laufe der Geschichte aber komplett um. Er bringt verschiedene spannende Elemente ein, wie etwa Götter, komplexe Kastensysteme und Rangordnungen. Dazu, was mir besonders gut gefallen hat, baut er die Kriegsführung gegen die Oberschicht sehr militärisch und strategisch auf. Daher fühlt man sich beim Lesen wie Teil eines großen Ganzen und nicht (wie in vielen Jugendbüchern) wie kleine Rebellen die gegen die Unterdrücker hetzen. Man merkt das man die Kraft hat etwas zu verändern, das diese Veränderung jedoch große Opfer mit sich bringen könnte. Alles in diesem Roman fühlt sich groß, schwerwiegend und wichtig an. Ein Gefühl, das Pierce Brown seinen Lesen vermittelt und sie dadurch noch mehr Teil der Geschichte sein lässt. 

Doch neben dem Plot überzeugt der amerikanische Autor mit seinem tollen Figuren. Auf der einen Seite Darrow, welcher im letzten Teil wieder über sich hinauswachsen muss und das Wohl aller über sein eigenes und das seiner Freunde stellen muss. Während er anfangs noch ein einfacher Minenarbeiter war, ist er jetzt ein heroischer Führer im Kampf gegen seine Feinde, für die Gerechtigkeit. Dazu treffen wir im letzten Band auch bekannte Charaktere wieder, wie etwa den Schakal oder Cassius. Auch mit seinem Schreibstil kann der Autor punkten. Er schafft es den Leser mitzureißen, zu überzeugen und zu bewegen. Man kann gar nicht anders als sich auf die Geschichte einzulassen, sich in ihr zu verfangen und dann nicht mehr von der Red Rising-Trilogie loszukommen.

Pierce Brown hätte das Finale nicht besser schreiben können! Spannend bis zum Schluss, verfolgt man so die Geschichte des Minenarbeiters Darrow der für Gerichtigkeit kämpft und die Flamme der Hoffnung in sich trägt. Absolut lesenswert und ein Buch, dass auf jeden Fall fünf Sterne verdient. 
5/5 Sterne

Mein herzlichster Dank für das Rezensionsexemplar geht an den Heyne Verlag! 

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