[Rezension] Krähenmutter - Catherine Shepherd


 LKA-Ermittlerin Laura Kern steht vor einem Rätsel. Ein Kind wurde am helllichten Tag aus einem Supermarkt entführt, doch es gibt keine Lösegeldforderung. Auch die Eltern schweigen sich aus – stecken sie womöglich mit den Tätern unter einer Decke? Laura und ihr Partner Max kämpfen sich durch einen Strudel widersprüchlicher Zeugenaussagen, während ihnen das Innenministerium im Nacken sitzt. Doch dann verschwindet der Vater des Kindes. Und dem LKA läuft die Zeit davon ...
[ Quelle: Piper Verlag ] 
Auf Ermittlererin Laura Kern wartet ein kniffliger Fall: das Kind des Ehepaars Nussbaum wird am hellichten Tag, quasi innerhalb weniger Sekunden, entführt. Zuerst vermutet man, dass der Täter Lösegeld will, doch dieser meldet sich nicht und so stellt sich für die Ermittlerin nicht nur die Frage wo das Kind ist, sondern auch wieso es entführt wurde. Mysteriöserweise ist dessen Vater in einer Überwachungsfirma arbeitet, äußerst unkooperativ und Laura Kern steht vor der Frage ob die Eltern vielleicht an der Entführung beteiligt waren.

Das Buch beginnt sehr spannend. Man lernt die Ermittlerin Laura kennen, die mit ihren eigenen dramatischen Kindheitserfahrungen zu kämpfen hat; dazu die mysteriöse, unbekannte Person mit dem Namen Baby und schließlich auch Sophie Nussbaum, deren Kind entführt wird. Obwohl man die Entführung aus der Sicht von Sophie mitverfolgt, oder gerade deshalb, bleibt es rätselhaft wie das Kind so unauffällig verschwinden konnte. Die Mutter wandte sich wenige Sekunden ab und schon war es nicht mehr da. Eine spannende Ausgangssituation! Leider baut das Buch danach ab. Einerseits fehlen mir die spannenden Wendungen, auf der anderen Seite habe ich schon zu früh geahnt in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird.

Zwar mochte ich den Schreibstil der Autorin sehr gerne, da sie versucht den Leser in der Schwebe zu halten und trotzdem Spannung aufzubauen. Leider muss ich hier das Wort "versucht" betonen. Bei mir hat es nämlich nicht funktioniert. Anfangs las ich noch mit großer Begeisterung, doch diese wurde immer weniger und das Ende war für mich nicht sehr überraschend. Die Ermittlerin Laura fand ich interessant, besonders da sie selbst mit ihrer Kindheitserinnerung zu kämpfen hatte. Das kannte ich aber schon von zahlreichen anderen Ermittlern aus Büchern und deshalb war auch das nichts Neues und Aufregendes. Ihre Kollegen und auch die Familie Nussbaum waren leider sehr blass und stachen auch nicht hervor. Interessant hingegen war die mysteriöse Person Baby.

Bei einem Thriller geht es mir immer darum, dass er fesselnd ist. Dies war bei "Krähenmutter" nicht der Fall. Der Spannungsbogen fehlte komplett und obwohl die Autorin versuchte überraschende Wendungen einzubauen, schlugen diese fehl und machten das Buch, leider, nur noch länger. Dadurch das man auch einiges aus Lauras Privatleben erfährt, pausiert die Haupthandlung manchmal und gerade bei diesem, nicht sehr fesselnden Buch, war das dann anstrengend. Schließlich kam das Buch dann ans Ende. Es war für mich leider nicht überraschend. Schade!

Unglücklicherweise konnte mich das Buch nicht ganz überzeugen. Die Idee ist zwar spannend, aber die Autorin schaffte es nicht mich zu fesseln oder die gute Idee passend auszuführen. Somit blieb die erwartete Lesefreude leider aus. 
2/5 Sterne

Mein Dank geht an den Piper Verlag für das Rezensionsexemplar!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Wollt ihr mir einen Kommentar hinterlassen?
Danke ♥ Das freut mich!
Aber bitte kein Spam oder Beleidigungen.