[Rezension] Heute kauf ich alle Farben: Ein Künstler überwindet seine Psychose - Karin Anema


Im Jahr 2006 lernte Twan die Schriftstellerin Karin Anema kennen und freundete sich mit ihr an. Auf seinen Wunsch schrieben sie gemeinsam seine Lebensgeschichte. Das Ergebnis ist eine faszinierende Reise in die Randgebiete des menschlichen Lebens – und eine Verbeugung vor der Willenskraft eines Mannes, der sich weigerte, zum Opfer einer Diagnose zu werden.
[ Quelle: Amazon.de ]
In dem Buch geht es um die wahre Lebensgeschichte von Ton Hafkamp, bei dem im Alter von 21 Jahren eine Psychose diagnostiziert wird. Die Autorin Karin Anema lässt sich seine Geschichte erzählen und schreibt sie in diesem Buch nieder. Der Leser folgt Ton dabei durch sein Leben und erfährt, wie der junge Mann durch seine Krankheit eingeschränkt wird. Dennoch lässt er sich nicht unterkriegen und versucht mit Kunst seine Emotionen auszudrücken.

Dadurch, dass das Buch einer wahren Begebenheit zugrunde liegt, nämlich dem Lebensweg des Künstlers Ton Hafkamp, war es für mich noch interessanter dieses Buch zu lesen. Denn damit wird es dem Leser ermöglicht wirklich herauszufinden, was in Ton, im Buch immer Twan genannt, vorgeht. Man bekommt beim Lesen nicht nur mit wie es für Twan selbst ist mit einer Psychose zu leben, sondern auch wie abweisend manche Menschen darauf reagieren. Dabei kann Twan ja nichts dafür. 

Twan selbst ist ein unglaublich interessanter Mensch. Er liest gerne und versucht sich weiterzubilden. Oft gibt es im Buch Anmerkungen, da Twan so viel Wissen wie möglich über seine Krankheit zusammengesammelt hat. Denn wenn ich eines aus dem Buch mitnehmen konnte, dann das der Betroffene oft selbst nicht genau was genau in ihm vorgeht.Sehr schön fand ich es auch, dass im Buch auch Werke von Twan enthalten waren. Neben den wörtlichen Beschreibungen gab das noch einmal einen etwas abstrakteren Einblick in seine Gefühlswelt.

Karin Anema, die sich von Twan seine Lebensgeschichte erzählen lies und sie schließlich in einem Buch veröffentlichte, hat meiner Meinung nach sehr gute Arbeit geleistet und seine Geschichte gut auf den Punkt gebracht. Sie hat sich dafür entschieden die Geschichte in der Ich-Form zu schreiben, was auf der einen Seite gut ist, da man dadurch Twan noch näher kommen konnte aber auf der anderen Seite hätte ich das Buch auch gerne in der dritten Person gelesen. Einfach um neben Twan auch etwas mehr Fokus auf seine Umwelt zu legen. Das hätte, meiner Meinung nach, doch sehr gut gepasst. Ansonsten habe ich das Buch interessiert gelesen.

Eine aufwühlende, schöne Geschichte über einen Künstler der nicht nur mit seiner Psychose, sondern vor allem auch mit seinem Alltag zu kämpfen hat. Mir hat das Buch einen guten Einblick in das Leben eines betroffenen Menschen gegeben! 
4/5 Sterne

Ich bedanke mich herzlich beim Urachhaus Verlag für das Rezensionsexemplar!

[Lesemonat] November 2016

Hallo! 

Spät aber doch, kommt nun mein Lesemonat für den November. Ich hab mir zuerst überlegt, ob ich ihn einfach dezent "vergessen" soll ;) aber das ließ mein Pflichtbewusstsein dann doch irgendwie nicht zu. :D 

1. Ohne Gnade: Polizeigewalt und Justizwillkür in der USA - Bryan Steverson (416 Seiten)
2. Damals in Nagasaki - Kazuo Ishiguro (217 Seiten)
3. Percy Jackson: The Sea of Monsters - Rick Riordan (279 Seiten)
4. Anatomie eines Soldaten - Harry Parker (240 Seiten)
5. Oliver Twist - Charles Dickens (554 Seiten)
6. Die Spiegelstadt - Justin Cronin  (990 Seiten)
7. Die Lügen jener Nacht - Judith Merchant (444 Seiten)
8. Der Schimmelreiter - Theodor Storm (159 Seiten)
9. Von Männern die keine Frauen haben - Haruki Murakami (254 Seiten)
10. To all the boys I've loved before - Jenny Han [reread] (369 Seiten)
11. Die Jäger der Nacht - Andrew Fukuda [reread] (417 Seiten) 

Klassiker? - 2 Bücher
Oliver Twist / Der Schimmelreiter

Re-Reads? - 2 Bücher
To all the boys / Die Jäger der Nacht

Mein Highlight in diesem Monat war ohne Frage das Buch "Die Spiegelstadt" von Justin Cronin. Ich bin ein großer Fan seiner Trilogie und habe sehnsüchtig auf den letzten Teil gewartet und da er mich so begeistert hat, kann ich schlussendlich sagen, das sich das Warten tatsächlich gelohnt hat.

Gelesene Bücher: 11 Bücher
Gelesene Seiten: 4339 Seiten
Durchschnittlich gelesene Seiten: 144 Seiten
SuB: 80 Bücher 

Wie viel habt ihr in diesem Monat gelesen und was war eure Highlight? :)

[Rezension] Das Frostmädchen - Stefanie Lasthaus


Als ihr Freund Gideon bei einem Streit handgreiflich wird, flieht die zwanzigjährige Neve hinaus in die klirrend kalte Nacht des kanadischen Winters und verirrt sich. Glücklicherweise wird sie rechtzeitig von dem jungen Künstler Lauri gefunden, der sie in seiner abgelegenen Blockhütte gesund pflegt. Bei Lauri fühlt sich Neve vom ersten Augenblick an geborgen, und zwischen den beiden entspinnt sich eine zarte Liebesgeschichte. Doch in der Nacht im Wald ist etwas mit Neve geschehen – etwas, das die uralte Wintermagie in ihr entfesselt hat …
[ Quelle: Heyne Verlag] 
Neve hat Glück, den hätte Lauri sie nicht zufällig im Wald gefunden wäre sie vermutlich erfroren. Er nimmt das verletzte Mädchen, das er im Schnee gefunden hat, mit auf seine Hütte und pflegt es gesund. Dabei verliebt er sich in sie. Schnell jedoch merkt er, wie unruhig Neve ist und das es mit ihr nicht stimmt. Zuerst denkt er es liegt an ihrem Ex-Freund Gideon, der sie nicht gehen lassen möchte, doch in der Nacht im Wald ist etwas mit Neve geschehen das schlafende Kräfte in ihr geweckt hat.

Ich bin jemand der sehr gerne saisonale Bücher liest, deshalb habe ich mich darauf gefreut mich mit "Das Frostmädchen" auf den Winter einzustimmen. Das ist mir auch sehr gut gelungen, da die Autorin nicht nur in zahlreichen Stellen auf die schöne Winterlandschaft und den Schnee hinweist, sondern auch dadurch das wirklich die ganze Geschichte auf dem Winter aufgebaut ist. So wird Neve zum Beispiel eines Morgens durch den Gesang einer wunderschönen Frau in das Winterreich gelockt. Generell lässt sich sagen, dass der Schreibstil sehr schön, beinahe melodisch ist. Zum einen fand ich das sehr passend, aber manchmal war es auch etwas anstrengend der Handlung zu folgen.

Was mir dann leider nicht so gut gefallen hat, war das alles so schnell über die Bühne lief. Mir kommt das doch etwas unrealistisch vor, das Neve zuerst vor Lauris Berührung zurückzuckt, da sie sehr schlechte Erfahrungen mit ihrem Ex-Freund gemacht hat, und ihn wenige Sekunden später dann aber küsst und ihm vollkommen vertraut. Das fühlte sich nicht sehr real, sondern eher konstruiert an. Deshalb konnte mich die Gefühle zwischen Lauri und Neve das ganze Buch durchweg leider nicht erreichen.

Dennoch hat die Geschichte mich sehr mitgerissen, da ich einerseits von der Landschaft verzaubert war, andererseits das Winterreich spannend fand und auch die Aufgabe die Neve gestellt bekommt. Die Autorin schaffte es zwar nicht mich für die Liebesgeschichte zu begeistern, aber dafür für das schöne Wintermärchen, das mein Herz erobert hat. Besonders der Schluss hat mir nochmal ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert.

Ein Buch, das einige Schwachstellen beeinhaltet, mich aber dennoch in seinen Zauber ziehen konnte und deshalb von mir vier winterliche Sterne bekommt. Hätte die Autorin sich für die Liebesgeschichte etwas mehr Zeit gelassen, wäre ihr der fünfte Stern auf jeden Fall auch noch sicher gewesen. Rundum aber ein wirklich schönes Wintermärchen!
4/5 Sterne

Ich bedanke mich herzlich beim Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar!

Mein GEWINN bei LOVELYBOOKS *o*

Hallo ihr Lieben!
Bestimmt habt ihr mitbekommen das Lovelybooks, anlässlich zum LB-Leserpreis, einige Buchpakete verlost hat. Tja, eines davon hat tatsächlich den Weg zu mir nach Hause gefunden! 


Ihr glaubt mir gar nicht wie sehr ich mich gefreut habe! :D Das Paket ist Freitag bei mir eingelangt und das Grinsen auf meinem Gesicht ist immer noch nicht verschwunden, kein Scherz! *-* Und jetzt möchte ich euch meine geliebten Neuankömmlinge, zehn an der Zahl, auch gerne zeigen. :) 


 ~ ♥ ~


Mit dabei waren 2 Hörbücher, einmal Infernale, das schon auf meiner Wunschliste stand, und der spannende Thriller DNA.

Dann ein weiteres Wunschlisten-Buch, Dass ich ich bin, ist genauso verrückt wie die Tatsache, dass du du bist, genauso wie Die Ungehörigkeit des Glücks (obwohl ich 'Bevor ich sterbe' von der Autorin nicht ganz so toll fand). Von denen anderen beiden Büchern Deutschland ist bedroht und Ein Brautkleid aus Warschau habe ich zuvor noch nichts gehört, aber sie klingen beide sehr interessant und ich bin gespannt wie sie mir gefallen werden. 


Dann noch zwei Thriller, The Dry und Die Vermissten - beide klingen richtig spannend! Das Buch Nujeen, welches ich von all den Büchern vielleicht am ehesten lesen werde, da mich der Inhalt wirklich sehr interessiert, und Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance, davon habe ich schon sehr viel Gutes gehört.








So, das waren meine zehn wundervollen Neuzugänge! Ich könnte gar nicht sagen über welches ich mich am meisten freue. *-* Falls ihr eines der Bücher schon kennt, dann freue ich mich sehr über eure Meinung dazu in den Kommentaren  

Und schließlich bedanke ich mich noch einmal ganz herzlich beim Lovelybooks-Team für diese große, tolle Freude die sie mir mit dem Buchpaket gemacht haben! Fühlt euch alle ganz lieb gedrückt von mir. :) 
DANKE  

[Rezension] Geister - Nathan Hill


 Ein Anruf der Anwaltskanzlei Rogers & Rogers verändert schlagartig das Leben des Literaturprofessors Samuel Anderson . Er, der als kleines Kind von seiner Mutter verlassen wurde, soll nun für sie bürgen: Nach ihrem tätlichen Angriff auf einen republikanischen Präsidentschaftskandidaten verlangt man von ihm, die Integrität einer Frau zu bezeugen, die er seit mehr als zwanzig Jahren nicht gesehen hat. Ein Gedanke, der ihm zunächst völlig abwegig erscheint. Doch Samuel will auch endlich begreifen, was damals wirklich geschehen ist. - Ein allumfassender, mitreißender Roman über Liebe, Unabhängigkeit, Verrat und die lebenslange Hoffnung auf Erlösung, ein Familienroman und zugleich eine pointierte Gesellschaftsgeschichte von den Chicagoer Aufständen 1968 bis zu Occupy Wall Street.
[ Quelle: Piper Verlag ] 
Auf den einen zum anderen Tag wird das Leben von Samuel, Literaturprofessor an einer Universität, auf den Kopf gestellt. Er erfährt das seine Mutter, die ihn in seiner Kindheit verlassen hat, einen wichtigen Politiker mit Steinen beworfen hat und deshalb gerade einen Prozess durchläuft. Kurz darauf erfährt er von seinem Verlagsagenten, dass sein Vertrag gekündigt wird da er das vor vielen Jahren versprochene Werk immer noch nicht geschrieben hat. Doch Samuel, der schon immer davon träumte ein Schriftsteller zu sein, bietet seinem Agenten an, eine Enthüllungsgeschichte über seine Mutter, die in den Medien "Packer-Attacker" (Packer ist der Nachname des Politikers, denn sie angegriffen hat) genannt wird, zu schreiben.

Ich habe über das englische Original "The Nix" sehr viel Gutes gehört und deshalb musste ich das Buch, als es in Deutsch erschien, unbedingt lesen. Deshalb hatte ich, zugegeben, große Erwartungen an den Roman, wusste jedoch nicht in welche Richtung diese Erwartungen tatsächlich gingen. Spielte eigentlich auch keine Rolle, denn "Geister" übertraf sie bei weitem. Schon nach wenigen Kapiteln war ich Teil einer Geschichte, die mich bis zum Ende nicht mehr losgelassen hat. Ich habe zwar einige Zeit gebraucht um den Roman zu lesen, doch das lag weniger an der Dicke des Buches und mehr daran, dass ich es sehr bewusst gelesen habe und es hin und wieder sogar zur Seite gelegt habe um über das Gelesene nachzudenken.

Ich musste er das Buch beenden bevor ich sagen konnte, was das Hauptthema des Buches ist, da Nathan Hill sehr viele gesellschaftliche Probleme unserer Zeit angesprochen hat. Besonders beeindruckt hat mich auch, wie nebenbei er diese etwa erwähnt hat und diese obwohl sie nicht im Fokus standen, dem Leser vor Augen geführt hat. Meiner Meinung dreht es sich in dem Buch vor allem um Entscheidungen. Im Laufe der Geschichte ändert sich ja nicht nur Samuels Leben, sondern auch das zahlreicher Nebencharaktere - eben weil sie große Entscheidungen getroffen haben. Nathan Hill zeigt uns hier, wie Menschen mit Fehlentscheidungen umgehen, richtige Entscheidungen treffen und vor allem was passiert wenn man keine Entscheidungen trifft und sich einfach im Fluss des Lebens treiben lässt. Da ich selbst gerade anfange erwachsen zu werden und mehr und mehr Verantwortung zu übernehmen, hat dieses Buch deshalb bei mir genau ins Schwarze getroffen und mich sehr bewegt.

Nicht nur das Thema Entscheidungen hat mich in diesem Buch berührt, auch die Geschichten der unterschiedlichen Charaktere bewegten mich sehr und sie haben mich während des Lesens sehr viel durchleben lassen. Sehr gut gefallen hat mir auch der ruhige Schreibstil von Nathan Hill, welcher das Lesen sehr angenehm gemacht hat. Toll fand ich auch, dass er im Laufe des Buches auch einige Kapitel im Stil einer Entscheide-du-Geschichte gemacht hat. Eine tolle Idee, die wieder das Thema Entscheidungen hervorhebt und gleichzeitig auch Abwechslung bringt. Ich kann also wirklich sagen, dass mich das Buch schwer beeindruckt und auch beeinflusst hat. Es ist eines dieser Bücher die zeigen, das man nur ein Leben hat und man selbst diejenige oder derjenige ist, die/der die Zügel in der Hand hat. Deshalb möchte ich meine Rezension, von einem Buch das ohne Frage einer meiner Jahreshighlights ist, mit folgendem Zitat abschließen:


 Nathan Hill hat mich "Geister" ein beeindruckendes Debüt geschrieben, das mich zutiefst bewegt hat. Deshalb zählt es für mich auch zu den besten Büchern die ich dieses Jahr gelesen habe und ich werde das Buch auch nächstes Jahr ganz bestimmt noch einmal lesen. 
5/5 Sterne

Ich bedanke mich herzlich beim Piper Verlag für das Rezensionsexemplar!

[Rezension] Damals in Nagasaki - Kazuo Ishiguro

 
 Nagasaki, Anfang der Fünfzigerjahre: Die Zerstörungen des Krieges sind der Stadt immer noch anzusehen, doch zwischen den Ruinen entstehen bereits neue, moderne Hochhäuser. In einem von diesen lebt Etsuko, zusammen mit ihrem Mann Jiro. Während dieser verbittert versucht Karriere zu machen, kümmert sich Etsuko um den Haushalt. Unterhaltung hat sie wenig, oft steht sie am Fenster und beobachtet, wie sich die Welt um sie herum verändert. Eines Tages zieht eine Frau in die Holzhütte unten am Fluss ein, zusammen mit ihrer kleinen Tochter. Etsuko freundet sich mit den beiden an und muss bald feststellen, wie ihre Nachbarin über ihrem Traum vom Glück mit einem amerikanischen Soldaten mehr und mehr ihr Kind vergisst. 
[ Quelle: Heyne Verlag ] 
In dem Buch geht es um die Geschichte zweier Frauen nach dem Krieg in Nagaski. Die eine Frau ist Etsuko, die gerade schwanger geworden ist und hofft ein gesundes Kind zur Welt zu bringen und die andere ist Sachiko, die schon eine Tochter hat und davon träumt mit ihrem neuen Freund Frank nach Amerika auszuwandern. 

Da ich erst vor kurzem ein gutes Buch von einem japanischen Autor gelesen habe und generell auch ein großer Fan von der japanischen Mentalität bin, war ich schon sehr gespannt darauf die Geschichte von Ishiguro zu lesen. Es ist das erste Mal das ich ein Werk von ihm in der Hand hatte, allerdings habe ich in anderen Rezensionen schon gelesen das viele sehr begeistert von seiner Art Geschichten zu erzählen sind. 

Anfangs beginnt die Geschichte sehr ruhig, doch man merkt schon bald das ein dunkler, zuerst undefinierbarer Schatten über die Erzählung. Zu Beginn fand ich das überaus interessant und aufregend, aber im Laufe der Geschichte hatte ich immer wieder das Gefühl ich würde nur lesen um endlich anzukommen. Um endlich den Höhepunkt der Geschichte zu erleben, doch dieser lies auf sich warten.

Leider hat dies meine Lesefreude etwas gedämpft. Darüber hinaus konnte mich die Geschichte jedoch sehr fesseln. Denn obwohl man, durch den Klappentext, denken könnte der Schwerpunkt des Buches liegt auf der Nachkriegszeit, stellt man schnell fest das es um einen Selbstmord geht, der im Laufe des Buches zu verarbeiten versucht wird. Hierzu hat Kazou Ishiguro hat interessante Charaktere erstellt, welche die perfekten Figuren für die Handlung darstellen. Besonders die, man könnte fast sagen, gleichgültige Mutter fand ich sehr spannend. Auch der Schreibstil von Ishiguro konnte mich überzeugen. Auf den ersten Blick merkt man, dass er sehr einfache Worte benutzt aber gleichzeitig schafft er es mit ihnen eine Atmosphäre aufzubauen, die mich als Leser das ganze Buch über umhüllt hat.

Die Geschichte konnte mich zwar in ihren Bann ziehen und las ich das Buch in einem Zug durch aber leider wurde meine Lesefreude durch eine seltsame Unruhe ein wenig getrübt. 
4/5 Sterne

Ich bedanke mich herzlich beim Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar!